Das Fermi-Paradoxon

[Titelbild: Enrico Fermi • wikipedia]

Fermi ging davon aus, dass es außerirdisches Leben geben muss, bedenkt man die fast unendliche Anzahl an Sonnen und Planten. Es muss sich auf vielen davon Leben und intelligentes Leben entwickelt haben.
Es gibt viele Theorien warum uns bisher noch keines dieser intelligenten Lebensformen begegnet ist. Meine beiden Lieblings-Theorie sind der „Der dunkle Wald“ und „Der große Filter“.
Entweder sind wir als intelligentes Leben sehr selten oder wird sind die Ersten oder wir sind verdammt. Denn wenn wir nicht sehr selten und nicht die Ersten sind, dann gibt es im Fall des großen Filters, einen genau solchen, ein Ereignis in der Entwicklung einer jeden intelligenten Zivilisation das sie ausgelöscht hat. Dieses Ereignis könnte z.B. Umweltzerstörung oder die Entwicklung von starken künstlichen Intelligenzen sein.
Im Fall des dunklen Waldes, nach dem gleichnamigen Roman des Autoren Liu Cixin, gibt es im Universum viel intelligente Zivilisationen und sie haben alle Angst voreinander. Deshalb wird jede Zivilisation, die sich zu erkennen gibt, vernichtet.
Auch wenn beide Ideen etwas für sich haben, gehe ich eher davon aus, dass wir sehr selten sind oder die Ersten.

Das Fermi-Paradoxon ist ein Gedankengang des Physikers Enrico Fermi aus dem Jahr 1950. Fermi ging davon aus, dass es extraterrestrische Intelligenz gibt, die technisch hochentwickelte Zivilisationen über Millionen von Jahren aufrecht erhalten kann. In dieser Zeitspanne sollte es mittels interstellarer und intergalaktischer Raumfahrt möglich sein, ganze Galaxien zu kolonisieren – und der Wahrscheinlichkeit nach sollte dies bereits geschehen sein. Dass dennoch die Suche nach den Spuren von außerirdischem Leben bisher erfolglos blieb, erschien ihm paradox und als Hinweis darauf, entweder die Annahmen oder die Beobachtungen zu hinterfragen.

https://de.wikipedia.org/wiki/Fermi-Paradoxon
  1. Das große Schweigen
    1. Die großes Schweigen Hypothese

Diese besagt das die Menschheit es einfach nicht wert ist mit ihr in Kommunikation zu treten. Mögliche Außerirdische sind bereits soweit entwickelte. Eine Typ-III-Zivilisation auf der Kardaschew-Skala[1] wäre in der Lage die Energieabgabe einer ganzen Galaxie zu nutzen und hätte einfach kein Interesse Typ O-Zivilisation zu beschäftigen.

  1. Der unbewegter Beweger Hypothese

Diese besagt: Gott wars.

  1. Sie sind hier

Sie sind schon hier zeigen sich aber nicht.

  1. Gorilla-Effekt[2]

Außerirdisches Kommunikation so anders als was wir erwarten das wir sie übersehen.

  1. Kein Leben wie wir es kennen

Analog zu Gorilla-Effekt ist außerirdisches Leben so unterschiedlich von unserem das wir es nicht erkennen, z.B. erwarten wir das intelligentes Leben auf Kohlenstoff basiert.

  1. Zoo-Hypothese

Unser Sonnensystem ist ein Naturschutzreservat und keine Außerirdischen dürfen hinein.

  1. Apotheose (Vergöttlichung)

Außerirdischen haben sich bereits zu Gottähnlichen Wesen weiterentwickelt, einer Typ-III-Zivilisation auf der Kardaschew-Skala.

  1. Planetarium Hypothese[3]

Die 2001 von Stephen Baxter entworfene Planetarium-Hypothese besagt, dass unsere astronomischen Beobachtungen eine Illusion darstellen, die von einer Typ-III-Zivilisation erzeugt wurde, die Materie und Energie auf galaktischen Skalen manipulieren kann. Er postuliert, dass wir keine Beweise für außerirdisches Leben sehen, weil das Universum so konstruiert wurde, dass es frei von anderem Leben erscheint.

  1. Simulationstheorie

»Die Simulationshypothese des Philosophen Nick Bostrom ist die Konsequenz einer Annahme in einem Denkmodell. Dieses Denkmodell nennt Bostrom Simulationsargument. Es besteht aus drei Alternativen, was die reale oder simulierte Existenz entwickelter Zivilisationen betrifft, von denen mindestens eine wahr sein soll. Der Simulationshypothese zufolge sind die meisten gegenwärtigen Menschen Simulationen, also keine real existierenden Menschen. Die Simulationshypothese ist vom Simulationsargument zu unterscheiden, indem sie diese einzige Annahme zulässt. Sie ist nicht wahrscheinlicher oder unwahrscheinlicher als die beiden anderen Möglichkeiten des Simulationsarguments.

Bostrom geht in seiner Abhandlung Are you living in a computer simulation (2003), sowie in späteren, teils etwas weiter gefassten Interviews, in einem Denkmodell in Form einer Oder-Verknüpfung (Disjunktion) von folgenden drei grundsätzlichen Möglichkeiten technisch unreifer Zivilisationen, wie der unseren, aus. Mindestens eine der genannten Möglichkeiten soll wahr sein. Als reife Zivilisation oder posthumane Stufe bezeichnet Bostrom eine Zivilisation, die über die Computerleistung und das Wissen verfügt, um bewusste, selbstreplizierende Wesen in einem hohen Detaillierungsgrad (ggf. bis hin zur molekularen Nanobotebene) zu simulieren. Unreife Zivilisationen verfügen nicht über diese Fähigkeit. Bostroms drei Möglichkeiten sind:

1. Die menschliche Zivilisation stirbt aus, bevor sie eine posthumane Stufe erreicht hat.

2. Der Anteil posthumaner Zivilisationen, die daran interessiert sind, Vorgänger-Simulationen zu betreiben, ist nahezu Null.

3. Wir leben wahrscheinlich in einer Computersimulation.

Wenn 1. zutrifft, dann folgt daraus fast sicher, dass menschliche Zivilisationen auf unserem Stand der technischen Entwicklung eine posthumane Stufe nicht erreichen werden. Trifft 2. zu, dann existiert eine hohe Konvergenz unter den technologisch fortgeschrittenen Zivilisationen. Keine von ihnen enthält Individuen, die ein Interesse daran haben, Simulationen ihrer Vorfahren zu betreiben (Vorgängersimulationen). Wenn 3. zutrifft, dann leben wir ziemlich sicher in einer Simulation, und zwar die allermeisten Menschen. Alle drei Möglichkeiten sind ähnlich wahrscheinlich. Wenn wir heute nicht in einer Simulation leben, dann werden unsere Nachkommen demnach eher keine Vorgänger-Simulationen betreiben. Mit anderen Worten: Der Glaube daran, dass wir möglicherweise eines Tages eine posthumane Stufe erlangen, auf der wir Computersimulationen betreiben, ist falsch, es sei denn, wir leben bereits heute in einer Simulation.«[4]

  • Kommunikation ist unmöglich
    • Der dunkle Wald

»Die zentrale „Dunkle-Wald-Theorie“ sagt, dass es dumm ist, als Zivilisation im Weltall sichtbar zu sein – denn darauf folgt die Zerstörung durch eine andere, weiter entwickelte Zivilisation. Also lieber keine Kommunikation mit Außerirdischen, die sich viele Menschen erträumen.«[5]

Hoch-Zivilisation leben zu kurz

  • Hoch-Zivilisation sind zu weit weg
    • Hoch-Zivilisation sind zu weit weg

daher können wir sie niemals erreichen.

  • Information verbreitet sich zu langsam

Information verbreitet sich maximal mit Lichtgeschwindigkeit.

  • Leben ist Selten

»Die Drake-Gleichung dient zur Abschätzung der Anzahl der technischen, intelligenten Zivilisationen in unserer Galaxie, der Milchstraße. Sie wurde von Frank Drake, einem US-Astrophysiker, entwickelt und im November 1961 auf einer Konferenz in Green Bank, USA, vorgestellt; sie ist daher auch als Green-Bank-Formel oder SETI-Gleichung bekannt. Die Formel wird häufig bei Überlegungen in Bezug auf die Suche nach extraterrestrischem Leben herangezogen. Es handelt sich bei der Gleichung um ein Produkt, von dem die meisten Faktoren unbekannt sind. Waren Drakes ursprüngliche Berechnungen sehr optimistisch, was die Möglichkeit von außerirdischem Leben angeht, so kommen jüngste Lösungen einer Abwandlung der Gleichung unter Einbeziehung von Wahrscheinlichkeitsverteilungen von Sandberg, Drexler und Ord (2018) zu ernüchternden Ergebnissen und legen eine nur geringe Wahrscheinlichkeit von außerirdischem Leben innerhalb und außerhalb der Milchstraße nahe.«[6]

  • Rare-Earth-Hypothese

»Die Rare-Earth-Hypothese (englisch für seltene Erde) ist die Annahme, dass das komplexe vielzellige Leben der Erde auf eine unwahrscheinliche Kombination vor allem astrophysikalischer und geologischer Voraussetzungen zurückzuführen ist. Der Begriff Rare Earth stammt aus dem im Jahr 2000 erschienenen Buch Rare Earth: Why Complex Life Is Uncommon in the Universe von Peter Ward, einem Geologen und Paläontologen, und Donald Brownlee, einem Astronomen und Astrobiologen. Der Titel der deutschen Ausgabe lautet Unsere einsame Erde: Warum komplexes Leben im Universum unwahrscheinlich ist.

Die Rare-Earth-Hypothese ist eine Einschränkung des kopernikanischen Prinzips, zu dessen Befürwortern im Zusammenhang mit außerirdischem Leben unter anderem Carl Sagan und Frank Drake zählten. Demnach ist die Erde ein typischer Gesteinsplanet in einem typischen Planetensystem in einem nicht ungewöhnlichen Bereich einer häufig vorkommenden Balkenspiralgalaxie. Deshalb sei es wahrscheinlich, dass komplexes Leben im Universum häufig vorkomme. Die Rare-Earth-Hypothese behauptet das Gegenteil: Die Kombination von Planeten, Planetensystemen und galaktischen Regionen (die Lage des Sonnensystems innerhalb des Milchstraßensystems), welche so günstig für komplexes Leben wie das auf der Erde ist, sei sehr selten.

Geht man von der Annahme aus, komplexes Leben trete sehr selten auf, dann stellt die Rare-Earth-Hypothese eine Möglichkeit zur Vermeidung des Fermi-Paradoxons: Wenn außerirdische Lebensformen häufiger vorkommen sollten, warum sind sie dann nicht evident?«[7]

  • Wir sind früh dran (early birds)

Wir sind die erste Hoch-Zivilisation.

  • Gaian Bottleneck Hypothese

Sie haben es nicht überlebt.

  • Große Filter
    • In der Vergangenheit
      • Planende Intelligenz

Wäre die Dinosaurier nicht vor etwa 66 Millionen durch eine globale Katastrophen ausgestorben würde sie wahrscheinlich noch heute die Erde beherrschen und es würde keine Menschen geben. Das Entstehen von planender Intelligenz war also nicht notwendig, sondern eher zufällig.

  • In der Zukunft
    • Ressourcen-Klima-Beziehung
      • Klimakatastrophe
      • Universium-25

»Universum-25: Experiment zu Überbevölkerung unter Idealbedingungen wie sich eine Mäusepopulation entwickelt, wenn man ihr mit einer einzigen Ausnahme ein vollkommen ideales Umfeld baut, wollte Verhaltensforscher John B. Calhoun 1968 herausfinden. Die Ausnahme war, dass der vorhandene Platz von zunächst komfortabler Größe war, aber diese Größe konstant blieb. Die Mäuse konnten also nicht auswandern und eine neue Population gründen. Die Population startete mit acht Mäusen.

Interessanterweise wurden die Mäuse nicht nur quantitativ beobachtet, sondern in ihren sozialen Rollen und in ihrem Individualverhalten innerhalb der Population.[8] Unter dem Druck dieser Bevölkerungsexplosion zerbrachen alle sozialen Strukturen, sonst mäuseübliche Verhaltensweisen wurden deformiert.[9]

Das Experiment wurde 24 Mal wiederholt – deshalb heißt die letzte Versuchsanordnung Universum-25. Das Ergebnis in allen Fällen: Die Population normalisierte sich nicht wieder, sondern starb vollständig aus.

Die NZZ versichert aber, die Beobachtungen und Ergebnisse seien nicht auf den Menschen übertragbar, denn im Gegensatz zu anderen Tieren hat der Mensch nämlich ein außerordentliches Talent, friedlich in riesigen Gruppen zusammenzuleben.[10]«[11]

  • Interstellare Raumfahrt

Es besteht die Möglichkeit das interstellare Raumfahrt praktisch nicht möglich ist, z.B. weil sie zu teuer und/oder Energie intensive ist.

  • Technologie Singularität (z.B. Maschinen Intelligenz)

Es besteht die Möglichkeit das technischer Fortschritt zwangsläufig zu einer der Menschheit überlegenden Intelligenz führt.

[1] Die Kardaschow-Skala

[2] Der unsichtbare Gorilla

[3] Die Planetarium Hypothese [Deutsch] [Englisch]

[4] Die Simulationshypothese

[5] Jannis Brühl: 18 Mio. Jahre Zukunft aus chin. Sicht

[6] Die Drake-Gleichung

[7] Die Rare-Earth-Hypothese

[8] Experiment »Universum-25«

[9] »Schweigende Masse« [Der Spiegel, Ausgabe 19/1971]

[10] Reto U. Schneider: Dichtestress im Mäusekäfig [NZZ Folio Feb. 2016]

[11] Universum-25: Experiment zu Überbevölkerung [Heise online]

Och Menno Podcast – Ausgabe 55: Instincts – Maeuseparadies

Schreibe einen Kommentar